AWO Neujahrsempfang
Nicht übereinander sondern miteinander sprechen. Auf Einladung des geschäftsführenden Vorstands des AWO-Ortsverbands Langenfeld fand nach alter Tradition wieder ein sogenanntes Grünkohlessen statt. Der Einladung von Frederik Koch (Geschäftsführer), Kurt Jaegeler (Kassierer/Finanzvorstand) und Klaus Kaselofsky (Vorstandsvorsitzender) folgten rund 60 Gäste: Stammbesucherinnen und -besucher der Begegnungsstätten, hauptamtliche Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter der übergeordneten Gliederungen der AWO im Kreis Mettmann und des Bezirksverbands Niederrhein. Darüber hinaus waren soziale Institutionen und Kooperationspartner aus Langenfeld vertreten. Auch die Verwaltung, Mitglieder der Stadtpolitik sowie Bürgermeister Gerold Wenzens und sein Stellvertreter Sven Lucht nahmen an der Veranstaltung teil.
Dem Vorsitzenden der AWO war es von Beginn an ein besonderes Anliegen, dass die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und sich über die Belange der Stadt austauschen, zu der sich die AWO seit nunmehr 80 Jahren zugehörig fühlt. Die belastenden Themen der Weltpolitik blieben dabei bewusst außen vor. Stattdessen wurde zunächst auf die Fotos von der Fotografin Marlene Cleven hingewiesen, die das Motto des Abends eindrucksvoll widerspiegelten: Begegnungen sind wichtig für uns alle.
Klaus Kaselofsky stellte anschließend die Arbeit der beiden AWO-Begegnungsstätten vor, die sich an den Richtlinien der „ALTERnativen 60plus“ des Kreises Mettmann und der Stadt orientieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung sozialer Teilhabe und Gemeinschaft, die Funktion als Anlaufstellen für Beratung, Information und Vernetzung sowie die Stärkung von Quartier und Netzwerk. Er griff zudem Aussagen des Bürgermeisters beim Neujahrsempfang der Stadt auf, die er insbesondere für Seniorinnen und Senioren als bedeutsam hervorhob.
Finanzvorstand Kurt Jaegeler ging auf die aktuelle Kostenentwicklung ein und machte deutlich, dass die Finanzierung der sozialen Arbeit zunehmend unter Druck gerät. Geschäftsführer Frederik Koch nutzte die Gelegenheit, um insbesondere auf die Schulkinderbetreuung der AWO an fünf Standorten hinzuweisen, an denen nahezu 1.000 Schülerinnen und Schüler im Halb- und Ganztag betreut werden. Er lud Politik und Verwaltung ein, einzelne Standorte unter dem Gesichtspunkt der baulichen Situation in Augenschein zu nehmen.
In einem lebendigen Beitrag erläuterte Bürgermeister Wenzens seine Vorstellungen zu den anstehenden Veränderungen in Langenfeld, die bereits in der letzten Ratssitzung thematisiert worden waren. Gemeinsam mit dem Stadtrat plant er eine Offensive für Sauberkeit und Sicherheit. Weitere Schwerpunkte bilden die Stärkung des Ehrenamts und der Bürgerbeteiligung sowie die Gestaltung der Innenstadt. Nicht zuletzt sollen die Schulbauten zu den Kernthemen dieses Jahres gehören.
Diese Impulse boten den anwesenden Gästen reichlich Gesprächsstoff für einen lebendigen Austausch. Dabei wechselten die Gesprächspartnerinnen und -partner immer wieder. Besonders häufig waren dabei der Bürgermeister und sein Stellvertreter im Gespräch mit den Gästen – ein Umstand, der insbesondere bei den Seniorinnen und Senioren großen Anklang fand.
Text: Klaus Kaselofsky

V.l.n.r.: Kurt Jaegeler, Sonja Witting, Klaus Kaselofsky, Bürgermeister Gerold Wenzens, Susanne Labudda, Frederik Koch, Rosemarie Ullrich, Stellvertretender Bürgermeister Sven Lucht
Foto: Sascha Angermund
