Am Mittwoch, dem 15.07.2026 haben auch die hochsommerlichen Temperaturen die AWO-Freunde nicht davon abhalten können, die Reise in den „Wilden Westen“ anzutreten. Unser Bus war gut klimatisiert und so konnten wir uns auf den Weg ins Sauerland nach Elspe machen, um die Karl-May Festspiele zu besuchen. Gestartet sind wir gegen 08:15 Uhr und mit einigen kleinen Staus waren wir gegen 10:30 vor Ort. Der Einlass verlief problemlos und wir konnten gegen Vorlage unserer Eintrittskarten den Kupon für das Mittagessen im Empfang nehmen. Bis dahin war aber noch genügend Zeit, um sich in das bunte Treiben der Westernstadt zu stürzen. Man konnte der Country-Rock-Band zuhören oder sich doch lieber eine der spektakulären Shows mit Gesang, Stuntman und Cascadeuren in verschiedenen Theatern ansehen. Um 12:45 Uhr war dann Zeit für unser Mittagessen im „Original Western Saloon“ bei dem wir zwischen verschiedenen Speisen auswählen konnten. Auch hier war alles bestens organisiert und wir hatten innerhalb kürzester Zeit unser gewähltes Menü und die Getränke. Der Western Saloon wurde 1975 auf dem Hauptplatz des Elspe Festivals errichtet. Im Original stand er in Bisbee/Arizona in unmittelbarer Nähe von Tombstone und war Schauplatz verschiedener berühmter Schießereien und diente mit seinen 450 Sitzplätzen auf 2 Etagen und einer 16 m langen Theke schon oft als Kulisse für Film- und TV-Produktionen. Wer keine „Mittagspause“ einlegen wollte, hatte jetzt noch die Möglichkeit, sich eine Musikshow mit vielen bekannten Filmmelodien anzuhören. Um 14:45 Uhr war es dann endlich soweit, und die wichtigste Show konnte beginnen. Wir hatten Comfort Plätze, das heißt, dass wir unter einer überdachten Halle saßen und uns die Sonne nichts anhaben konnte. Da die Sitzreihen leicht terrassiert sind, hatten alle eine gute Sicht auf das Geschehen. Die Hauptbühne des Elspe-Festivals ist eine 100 m breite Naturbühne, die speziell für groß angelegte Stunts, Reiterszenen und Spezialeffekte konzipiert ist. Die diesjährige Show trägt den Titel: „Winnetou 1 – Häuptling der Apachen“. Zu Beginn wird gezeigt, wie ein Deutscher nach New Mexico kommt – Old Shatterhand. Er sucht Arbeit und Abenteuer und merkt schnell, dass es um mehr geht als Vermessungen und Schienen. Denn dieses Land gehört den Apachen und Winnetou versucht gemeinsam mit seinem Vater den Frieden zwischen seinem Volk und den Weißen zu bewahren. Dabei glaubt Winnetou fest an Verständigung statt Gewalt. Seine Schwester Nscho-tschi und der weiße Lehrer Klekih-Petra teilen diesen Wunsch nach Frieden und gegenseitigem Respekt. Doch der skrupellose Banditenführer Santer will die Eisenbahn um jeden Preis durch das Land der Apachen bauen – aus Gier nach Gold und Macht. Verträge werden gebrochen und Versprechen verlieren ihren Wert. Zwischen all diesen Fronten steht Old Shatterhand. Er erkennt, dass Unrecht geschieht und weigert sich, daran mitzuwirken. Es kommt sogar zu einem Kampf zwischen ihm und Winnetou – aber am Ende wird dann doch noch alles gut und es entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Winnetou I erzählt von Freundschaft über Grenzen hinweg, von Mut und Schuld, von falschen Entscheidungen – und von der Hoffnung, dass selbst in dunklen Zeiten ein gerechter Weg möglich ist. Wir konnten in diesen 2 Stunden eine neue und spannende Inszenierung mit 60 Darstellern und über 40 Pferden auf der 100 m breiten Naturbühne erleben und die bekannte Winnetou Melodie bleibt sicher noch allen lange in Erinnerung. Gegen 17:30 haben wir unsere Heimreise angetreten und waren gegen 19:30 wieder in Langenfeld am Dißmannhaus. Allen hat es gut gefallen und wir konnten auch schon für kommende Veranstaltungen neue Reservierungen entgegennehmen. Text und Bilder von Sonja Breuer