Am 11. März 2026 fuhren wir mit 50 Seniorinnen und Senioren ins Münsterland. Unser Ziel war die idyllische Stadt Warendorf, die besonders für ihre bestens erhaltene historische Altstadt, ihre große Pferdetradition und der Warendorfer Hengstparade bekannt ist. Nach der 2-stündigen Busfahrt erreichten wir unser Ziel. Die Hälfte der Teilnehmenden nahm an einer interessanten Stadtbesichtigung teil. Gemeinsam mit einem Stadtführer erkundeten die Teilnehmer die gotische Kirche „St. Laurentius“ mit der „Schwarzen Madonna“. Sie erhielten interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt. Warendorf war nicht vom Krieg zerstört und hat sich dadurch seinen historischen Charme bewahrt. Die zahlreichen gut erhaltenen Giebel- und Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Gemeinsam mit dem Stadtführer führte der Weg über den Marktplatz und durch einige der schönen Gassen der Altstadt. Leider zeigte sich das Wetter an diesem Tag wenig freundlich, sodass der Rundgang zeitweise vom Regen begleitet wurde. Einige kauften sich eine süße Warendorfer Spezialität, handgerollte Schokoladentrüffel aus edler Vollmilch- oder Zartbitterschokolade, traditionell in einem mit Stroh ausgelegten Einmachglas. Die andere Hälfte der Gruppe besuchte das bekannte Nordrhein-Westfälische Landgestüt. Dort erhielten wir Einblicke in die traditionsreiche Pferdezucht und die Arbeit mit den Pferden. Das Gestüt wurde 1826 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Mit 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 20 Auzubildende ist es eines der größten staatlichen Gestüte Europas. Die prächtigen Stallungen mit ihren wunderschönen alten Kreuz- und Tonnendecken konnten wir besichtigen. Besonders beeindruckend war es, die vielen verschiedenen Hengste zu sehen – sowohl elegante Warmblüter als auch kräftige Kaltblüter. Einige Kaltblüter wurden sogar von draußen in ihre Boxen geführt. Dabei konnten wir alles nah miterleben. Es war zu beobachten, wie ruhig und gelassen die großen, stämmigen Pferde von den Pflegern in die Boxen geführt wurden. Die Pferde werden hier sorgfältig ausgebildet, damit sie später in verschiedenen Bereichen und auf Turnieren eingesetzt werden können. Einige werden für das Dressurreiten, das Springen oder speziell für Rennen trainiert. Diese Rennpferde können bei einem Rennen Strecken von bis zu 2400 Metern zurücklegen. Dabei erreichen sie eine durchschnittliche Geschwindigkeit von etwa 50 Kilometern pro Stunde und können kurz vor dem Ziel sogar Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreichen. Außerdem konnten wir miterleben, wie gerade zwei Stuten künstlich befruchtet wurden. So hatten wir einen spannenden Einblick in die moderne Pferdezucht. Ein weiteres Ziel unseres Ausflugs war die Stadt Beckum. Dort besuchten wir das traditionsreiche Brauhaus Stiefel-Jürgens – die älteste Brauerei Westfalens, seit 9 Generationen. In diesem gemütlichen Brauhaus wird das Bier noch direkt vor Ort gebraut und auch ausschließlich nur dort ausgeschenkt. Über steile Stufen gelangten wir in den kleinen Keller, wo wir die Brauerei kurz besichtigen konnten. Insgesamt werden hier etwa 25.000 bis 30.000 Liter Bier im Jahr gebraut. Es werden drei verschiedenen Biersorten angeboten. Dazu gehört Kölsch, naturtrüb Dunkel und ein Pils, das „Stefanus-Bräu“. Zusätzlich ab 01.05. das Weizenbier, im Winter das „Stiefel-Winter Bräu“ und ein Kellerbier, ein „naturtrübes Pils“. Zum Mittagessen wurde uns ein „Gambrinus-Teller“ mit herzhaftem Grillschinken, knusprigen Bratkartoffeln, einem leckeren Krautsalat sowie einer köstlichen Biersauce serviert. Dazu erhielten wir drei Freigetränke, sodass jeder in gemütlicher Runde ein frisch gebrautes Bier probieren konnte. Aufgrund des Regens auch am Nachmittag, verzichteten viele auf einen Gang in die Stadt Beckum. So verbrachten wir in geselliger Atmosphäre einige schöne Stunden, bevor unsere Fahrt wieder nach Langenfeld ging. Es war wieder ein schöner Ausflug und die Teilnehmenden freuen sich bereits auf das nächste gemeinsame Erlebnis. Text: Petra Clemens Fotos: Petra Clemens und Angela Schiffer
