Am 15. April hieß es zeitig aufstehen, denn ein ganzer Bus voller reiselustiger AWO-Gäste wollte den Keukenhof besuchen. Pünktlich um 07:30 konnten wir starten und uns auf den fast 300 km langen Weg machen. Mit einer kleinen Pause zwischendurch sind wir dann fast ohne Stau gegen 11:45 Uhr in Lisse/NL angekommen. Der Einlass verlief zügig und so konnten schon bald alle die Blumenpracht des Parks bewundern. Im Park selber war alles bestens organisiert – Restaurants, Kioske und Geschäfte, Sitzbänke und Toiletten - es hat an nichts gefehlt. Auch das alles nur „mit Karte“ bezahlt werden konnte war kein Problem, alle hatten sich darauf eingestellt. Auf dem Gelände des Keukenhofs gibt es ca. 15 km Wege, sie sind recht eben, es gibt nur wenige Steigungen, und sie sind zumeist rollstuhlgerecht gestaltet. Zu der Geschichte: Keukenhof bedeutet „Küchengarten“ und im 15. Jhd. war hier ein Landgut, auf dem Kräuter und Gemüse für die Küche der Jakobäa von Bayern angebaut wurde. Im 17. Jhd. entstand auf dem Gelände das Kasteel Keukenhof als Landsitz eines Kommandeurs der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Im 19. Jhd. wurde ein Teil des über 200 ha großen Landgutes umgestaltet in eine englische Parkanlage. Im Jahre 1949 schufen 20 Blumenhändler den Frühlingspark Keukenhof als dauerhafte Ausstellung. Im Eröffnungsjahr 1950 wurde er von rund 236.000 Menschen besucht, inzwischen ist die Besucherzahl auf rund 800.000 pro Jahr gestiegen. Das Motto der diesjährigen Ausstellung lautet: Flower-Tales – Geschichten in Blüten. Millionen von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen erzählen dort ihre eigenen Geschichten – von Aufbruch, Sonne und neuem Leben. Im Park konnte man mehr als nur lange Tulpenfelder sehen. Es wechsel zwischen verschiedenen Stilen, wie dem Japanischen, Englischem oder Tropischen Garten , ebenso mehrere Inspirationsgärten. Diese Bereiche sind so angelegt, dass sie Ideen für den eigenen Garten oder Balkon liefern, mit Bepflanzungskombinationen, Einfassungen und intelligenten Möglichkeiten zur Nutzung kleiner Flächen.Jedes Jahr blühen hier rund 7 Millionen Blumenzwiebeln, die in riesigen Blöcken und fließenden Formen über den Park verteilt sind. Dadurch, dass es jedes Jahr auch ein neues Thema gibt, ändern sich Bepflanzungspläne, Farbkombinationen und Landschaftsgestaltung. Selbst wenn man schon einmal hier gewesen ist, wird der Park ganz anders aussehen. Man erlebt eine Farbenvielfalt aus der Nähe, von den zarten Pastelltönen bis hin zu kräftigen Rot- oder Violetttönen, die jedes Jahr nur für ein kurzes Zeitfenster zu sehen ist. Obwohl die Tulpe im Mittelpunkt steht, blühen und gedeihen hier auch Rosen, Gerbera, Narzissen, Orchideen und vieles mehr. Sehenswert sind auch die Pavillons Willem-Alexander und Beatrix. Hier kann man Blumenausstellungen mit Lilien, Orchideen, Rosen und anderen preisgekrönten Blüten aus der Nähe bewundern. Es gibt im Park auch eine Windmühle. Sie hatte einst an anderer Stelle die Funktion einer Poldermühle und wurde erst nachträglich hier aufgestellt. Man konnte die obere Etage besteigen und hatte dann eine gute Sicht auf die angrenzenden Tulpenfelder sowie ins Innere des Parks. Neben der Windmühle ist ein kleiner Japangarten, in dem roter Ahorn die Farbgestaltung dominiert. Um 16:30 hieß es dann Abschied nehmen und wir haben uns auf die Heimreise gemacht. Es gab viel zu erzählen , jedem hat es gut gefallen und auch der Wettergott hat es an diesem Tag gut mit uns gemeint. Die Rückfahrt dauerte ein wenig länger – auch auf dieser Strecke gab es wie überall Baustellen und damit verbunden kleinere Staus und Wartezeiten. Gegen 21:00 sind wir dann wohlbehalten am Dißmannhaus angekommen, alle haben sich bedankt und noch einmal gesagt, wie schön dieser Tag gewesen ist und man gerne weitere Tagesausflüge/Reisen mit der AWO machen möchte.
